Keramik-Pfannen Test 10/2018

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen zunächst unsere Keramikpfannen-Empfehlungen. Grundsätzlich gleich vorweg: wirklich empfehlen können wir Keramikpfannen nicht mehr. Wir aktualisieren gerade die Testberichte. Alternativen finden Sie weiter unten.

Weiter unten im Artikel erfahren Sie, wie gut Keramikpfannen tatsächlich sind, welche Vor- und Nachteile Sie haben und worauf Sie achten müssen, damit die Antihaftwirkung Ihrer Keramikpfanne lange anhält.

1. Platz Silit Dorado Keramik-Pfanne im Test

Berndes 032117 Vario Click

Auf den ersten Platz unseres Keramikpfannen Tests landet die Berndes Vario Click. Sie hat eine sehr gute Keramikbeschichtung und ist hochwertig verarbeitet. Der Griff lässt sich abnehmen, sodass die Pfanne auch im Ofen verwendet werden kann. Die kratzfeste Keramikbeschichtung ist bis 400° C hitzebeständig. Für uns derzeit die beste  Keramikpfanne auf dem Markt. Lesen Sie jetzt unseren ausführlichen Testbericht oder sehen Sie sich andere Kundenbewertungen bei Amazon an!

 
2. Platz pfanne

Culinario Trendline

Preis-Leistungs-Testsieger Pfanne

Die Keramik-Pfannen von Culinario aus der Trendline-Serie sind unser Preis-Leistungs-Testsieger. Sie überzeugten durch schnelles Erhitzen, ihre Hitzebeständigkeit bis 600 Grad und gute Bratergebnisse. Der attraktive Preis ist ein weiteres Argument für die leichten Pfannen. Im Langzeittest hat die Anti-Haft-Beschichtung bei einigen Kunden Probleme bereitet, diese konnten wir in unserem Test aber nicht nachvollziehen. Hier können Sie unseren Testbericht lesen oder Sie sehen sich bei Amazon an, was andere Kunden von der Pfanne halten.

 

dritter-platz WMF CeraDur Profi Keramikpfanne

WMF CeraDur Profi

Die Keramik-Pfanne von WMF belegt den dritten Platz unter den Keramikpfannen. Mit schnellem Erhitzen, guter Handhabung und hervorragenden Brateigenschaften hat sie gute Voraussetzungen.  Stiftung Warentest sieht die Pfanne als eine der Besten und urteilt mit „gut“ (Note 1,8). Allerdings gibt es auf Amazon.de und auf weitere Seiten im Netzt Beschwerden über die Haltbarkeit der Keramikbeschichtung. Lesen Sie jetzt den gesamten Testbericht oder sehen Sie sich weitere Bewertungen bei Amazon an.

 

Warum wir Keramikpfannen nicht empfehlen können

keramikpfannen

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Keramikpfannen sehr schnell ihre Antihaftwirkung verlieren können. Das hat zwei Gründe:

  • eingebrannte Ölreste führen zum Verkleben
  • Pfannenmaterial und Keramikbeschichtung haben unterschiedliche Wärmeausdehnungskoeffizienten wodurch mit der Zeit kleine Risse und mit der Zeit Abplatzer entstehen

Daher empfehlen wir eher Eisenpfannen oder Teflonpfannen, wenn es darum geht, leicht anklebende Speisen zuzubereiten.

Langlebigkeit von Keramikpfannen

Das kommt sehr auf die Anwendung an. Wir hatten schon Keramikpfannen die nach einmaliger Anwendung nicht mehr brauchbar waren. Meistens sind es aber etwa 6 Monate bis die Pfannen unbrauchbar sind. Das ist auch der Grund, warum in der Gastronomie Keramikpfannen kaum zum Einsatz kommen.

Das sagen die Hersteller über die Haltbarkeit

Chemours, der Hersteller von Teflon, gibt an, dass Teflonbeschichtungen siebenmal länger halten als normale Beschichtungen. Selbstverständlich muss man diese Aussage mit Skepsis sehen, für Chemours sind Keramikbeschichtungen schließlich ein Konkurrenzprodukt.

Aber es gibt von Herstellerseite weitere Indizien, dass Keramikpfannen schneller verschleissen. Berndes schreibt in den Anleitungen dazu: „Ein anfänglicher Antihafteffekt lässt materialbedingt über die Lebensdauer nach und ist nicht vergleichbar mit den langlebigen Antihafteigenschaften von PTFE-Versiegelungen.“

Unsere eigenen Tests

Im Rahmen unseres Pfannentests in der ProSieben-Sendung Galileo haben wir Beschichtungen aus Keramik und Teflon gegeneinander getestet. Beide Beschichtungsarten wurden von uns mit einem Handschleifgerät angeschliffen und danach auf Schäden überprüft. Während die Keramikbeschichtungen komplett zerstört wurden, funktionierten die hochwertigen Teflonbeschichtungen danach noch problemlos.

Lebensdauer verlängern

Das Wichtigste ist, dass eingebrannte Ölreste sofort wieder entfernt werden. Außerdem sollte eine Keramikpfanne nach jedem Braten gründlich mit Spülmittel gereinigt werden. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Bei leicht eingebrannten Resten: mit der rauen Seite eines Schwamms die Reste entfernen
  • Wenn das nicht reicht: mit einem Melaminschwamm (als Schmutzradierer im Drogeriemarkt erhältlich) lassen sich Ölreste auch entfernen
  • wenn gar nichts mehr hilft: die Beschichtung mit 800er Schleifpapier reinigen. Das führt allerdings auf Dauer zu einem Abtrag der Keramikschicht. Testen Sie das zuerst an einer kleinen Stelle in der Pfanne. Nur wenn dort die Beschichtung keinen Schaden nimmt, sollten Sie weitermachen.

Aufbau einer Keramikpfanne

keramikbeschichtung

Eine Keramikpfanne besteht immer aus Metall mit aufgetragener Keramikschicht. Dabei kommt entweder Edelstahl oder Aluminium zum Einsatz. Aluminium leitet die Wärme etwas besser und ist leichter, aber wenn dünn sehr leicht verformbar. Höherwertige Keramikpfannen aus Aluminium sind gegossen und verformen sich nicht.

Bei Edelstahlpfannen ist meist eine Schicht aus Aluminium (selten Kupfer) im Pfannenboden eingebracht. Das führt zu einer besseren Wärmeleitung (siehe unser Artikel über Material.

Beispiele für Keramikpfannen aus Edelstahl:

Tefal E43506 Jamie Oliver

Silit Wuhan Wokpfanne

Beispiele für Keramikpfannen aus Aluminium:

Berndes Vario Click Induction White

Keramikpfannen gesünder als PTFE/Teflon?

Keramikbeschichtungen sind deutlich temperaturbeständiger als Teflon-/PTFE-Beschichtungen. PTFE (Teflon ist nur ein Markenname für PTFE) kann ab etwa 260 ° Celsius Dämpfe entwickeln, die gesundheitsschädlich sind. Keramikpfannen haben daher hier einen Vorteil.

Übrigens: oft liest man auf Keramikpfannen den Hinweis PTFE/PFOA frei. Das ist reines Marketing, es gibt keine Keramikpfannen, die PTFE oder PFOA enthalten.

Wofür sind Keramikpfannen einsetzbar?

Grundsätzlich lassen sich Keramikpfannen für alles einsetzen. Allerdings sollten Keramikpfannen nicht über den Rauchpunkt des jeweiligen Öls, das sich gerade in der Pfanne findet erhitzt werden, da das Öl sonst die Pfanne verkleben kann (siehe Punkt „Warum wir Keramikpfannen nicht empfehlen können“ weiter oben).

Welches Öl in Keramikpfannen?

Für das Braten mit Öl sollten Sie nur Öle mit hohem Rauchpunkt verwenden. Dazu gehören zum Beispiel Sonnenblumenöl, Distelöl oder Kokosnuss. Das Öl sollte nicht zu rauchen anfangen, da es sich dann zu zersetzen beginnt und sich in der Pfanne festsetzen kann.

Mythen über Keramikpfannen

  1. Keramikpfannen leiten Wärme schlechter als andere Pfannen
    Keramik ist zwar kein guter Wärmeleiter, allerdings ist die Keramikschicht meist so dünn, dass das wenig Unterschied macht.
  2. Keramik ist sehr langlebig
    Keramik ist ein sehr harter Werkstoff. Das bedeutet aber auch, dass er sehr spröde ist und leichter Risse und Brüche bekommt.

Herstellung von Keramikpfannen

Generell wird die Keramikbeschichtung auf den fertigen Pfannenkorpus aufgetragen. Diese Beschichtung besteht hauptsächlich aus Sand, der stark erhitzt und in Gelform geraucht wurde.

Wir beschreiben hier beispielhaft eine Methode:

  1. Glättung des Pfannenspiegels: das Innere der Pfanne wird mechanisch geglättet. So entsteht eine glatte Oberfläche, die die Antihaftwirkung später verbessert.
  2. In einer Druckkammer wird die Keramikschicht bei Temperaturen zwischen 260 ° und 480 ° Celsius aufgesprüht.

Die Methoden können sich natürlich je nach Hersteller unterscheiden.

Wo kann ich Keramikpfannen kaufen?

Keramikpfannen hat jeder größere Hersteller im Angebot.

Wenn Sie tatsächlich Keramikpfannen kaufen möchten (wovon wir abraten), können Sie das hier beispielsweise hier tun:

Keramikpfannen bei Amazon

Alternativ legen wir Ihnen Teflonpfannen oder Eisenpfannen ans Herz.