Eisenpfannen Test 11/2018

Diese Eisenpfannen haben unseren Langzeittest bestanden (seit mehr als 5 Jahren) und wir können Sie empfehlen.

Weiter unten in diesem Artikel erfahren Sie, welche Vor- und Nachteile Eisenpfannen haben und welche Arten von Eisenpfannen es gibt:

erster-platzDe Buyer Mineral B Element

De Buyer Mineral B Element

Die De Buyer Mineral B Element ist unserer Sieger unter den Eisenpfannen. Die Pfanne wird in Frankreich hergestellt und zeichnet sich durch Langlebigkeit und hervorragende Brateigenschaften aus. Erfahren Sie mehr zu dieser Eisenpfanne in unserem Test oder sehen Sie sich die Pfanne bei Amazon an:

 
3. Platz Skeppshult Bratpfanne Gusseisen

Skeppshult Bratpfanne Gusseisen

Die Skeppshult ist eine gegossene Eisenpfanne, die extrem gut verarbeitet ist. Sie ist verhältnismäßig teuer, dafür bietet der Hersteller aber auch eine 25-jährige Garantie. Wie jede Eisenpfanne eignet sie sich vor allem zum heißen Anbraten. Weitere Informationen in unserem Testbericht oder bei Amazon:

 
zweiter-platzGräwe Bratpfanne schmiedeisern

Gräwe Bratpfanne schmiedeisern

Die vom deutschen Tradtionshersteller Gräwe hergestellte Eisenpfanne ist einfach unverwüstlich! Die Pfanne ist “Made in Germany” und eignet sich zum krossen Anbraten. Wie alle Eisenpfannen ist sie relativ schwer. Erfahren Sie mehr über diese Pfanne in unserem Testbericht oder sehen Sie sich die Pfanne auf Amazon an:

 
3. Platz Turk 65230 Schmiedeeisen Pfanne

Turk 65230

Die Turk 65230 ist eine geschmiedete Eisenpfanne, die durch hervorragende Verarbeitung glänzt. Sie ist relativ schwer, eignet sich dafür aber perfekt zum heißen Anbraten. Weitere Informationen in unserem Testbericht oder bei Amazon:

 

Wie gut sind Eisenpfannen?

eisenpfanne

Unsere Lieblingseisenpfanne: die De Buyer Mineral B Element

Eisenpfannen sind die Robusten unter den Pfannen. Mindestens seit dem Mittelalter haben unsere Vorfahren schon mit geschmiedeten Pfannen gebraten.

Vorteile und Nachteile bei Eisenpfannen

Vorteile von Eisenpfannen Sehr robust
Vorteile von Eisenpfannen Antihafwirkung entwickelt sich mit der Zeit
Nachteile von Eisenpfannen Meist sehr schwer

 

Warum Eisenpfannen (sind die nicht schon längst überholt)?

Eisenpfannen erleben gerade ein kleines Comeback: viele unserer Websitebesucher sind unzufrieden mit ihren beschichteten Pfannen. Eisenpfannen haben sich dagegen schon seit Jahrhunderten bewährt und sind bekannt für ihre Langlebigkeit.

Welche Arten von Eisenpfannen gibt es?

gusseisenpfanne

Eine Gusseisenpfanne, in einem Stück gegossen.

Grundsätzlich lässt sich zwischen drei verschiedenen Arten unterscheiden: Gusseisen-, Schmiedeeisen- und Kohlenstoffstahlpfannen.

  1. Gusseisen
    Zur Herstellung von Gusseisenpfannen wird flüssiges Eisen in Formen gegossen und ausgehärtet. Dadurch entstehen recht dicke (und damit schwere) Pfannen, die spröder sind als geschmiedete Pfannen.
  2. Schmiedeeisenpfannen
    Bei geschmiedeten Pfannen werden Eisenrohlinge solange mit einem Hammer bearbeitet bis sie eine Pfannenform bekommen. Durch das Schmieden wird der Stahl weich und lässt sich leichter verformen. Diese Pfannen haben eine sehr gute Stabilität und verziehen sich normalerweise nicht.
  3. Kohlenstoffstahlpfannen
    Kohlenstoffstahlpfannen werden kalt geformt. Dafür wird ein Stück Stahlblech in Form geschnitten und dann mithilfe eines Stempels in Pfannenform gebracht. Diese Pfannen lassen sich günstig produzieren und sind je nach Dicke ähnlich robust wie schmiedeeiserne Pfannen. Sehr dünne Exemplare verziehen sich aber auch gerne mal.

Warum und wie Eisenpfanne einbrennen?

In Eisenpfannen kann eine Patina entstehen. Diese Patina hat einen leichten Antihafteffekt, sie dient als Zwischenschicht zwischen dem blanken Eisen und dem Bratgut. Allerdings kommt sie nicht an die Antihaftwirkung von PTFE heran.

Für das Einbrennen finden Sie hier eine Anleitung: Pfannenhelden.de-Einbrennmethode

Grundsätzlich gibt es verschiedene Methoden, allen ist aber gemein, dass Öl in der Pfanne soweit erhitzt wird, bis sich eine dunkle Schicht bildet. Eine dicke, durchgängige Patina ergibt sich aber erst mit längerer Benutzung. Eine gut eingebrannte Eisenpfanne ist ein Kochgeschirr, das auch an die Generationen danach weitergegeben werden kann.

Wie lassen sich Eisenpfannen reinigen?

Je nach Verschmutzungsgrad kommen unterschiedliche Arten der Reinigung in Frage:

  1. Leichte Verschmutzung
    Ist die Pfanne nur leicht verschmutzt, können Sie sie einfach mit einem Küchentuch auswischen. Dadurch bleiben Ölreste in der Pfanne zurück, die zum einen vor Rost schützen, zum anderen beim nächsten Braten zur Verstärkung der Patina beitragen.
  2. Mittelschwere Verschmutzung
    Befinden sich Speisereste in der Pfanne, die sich durch einfaches Wischen nicht entfernen lassen, können Sie die Pfanne für ca. 1/2 Stunde einweichen. Danach lassen sich die Reste meist gut mit einer Bürste entfernen. Bei frisch eingebrannten Pfannen sollten sie auch nicht mit zu viel Kraft schrubben, da die Patina sonst wieder abgehen kann. Achtung: weichen Sie die Pfanne nicht zu lange ein. Sonst kann es zu Rostbildung kommen.
  3. Starke Verschmutzung
    Befinden sich eingebrannte Reste in der Pfanne, die sich nur schwer entfernen lassen, können Sie diese mit Salz entfernen. Dafür geben Sie grobes Salz in die Pfanne und schrubben die Pfanne kräftig. In Verbindung mit Einweichen sollte das auch den hartnäckigsten Dreck entfernen. Dadurch wird die Patina etwas beschädigt. Aber mit der Zeit bildet sich diese wieder.

Wie gut sind Eisenpfannen?

Eisenpfannen haben in den letzten Jahren wieder viel an Popularität gewonnen. Nicht nur für den Heimgebrauch, auch in der Gastronomie erlebt die Pfanne eine Renaissance. Viele Kunden sind enttäuscht von der Kurzlebigkeit bei beschichteten Pfannen und wollen lieber in Qualität investieren. Mit einer Eisenpfanne erhalten Sie eine sehr vielseitige Pfanne, die bei guter Konstruktion ein Leben und darüber hinaus hält.

Allerdings sind auch Eisenpfannen keine eierlegende Wollmilchsau. Wenn es beispielsweise um sehr delikate Eierspeisen wie Omelettes geht, kommen Sie kaum um eine beschichtete Pfanne herum. Bei säurehaltigen Speisen wie Tomatensauce kommt die Eisenpfanne ebenfalls an ihre Grenzen: die Patina löst sich.

Wie pflege ich Eisenpfannen?

Eisenpfannen brauchen keine große Pflege. Anders als Edelstahl können sie allerdings rosten. Mit der Entwicklung der Patina sinkt auch die Neigung zum Rosten.

Zusätzlich hilft es, wenn Sie die Pfanne rundherum mit Öl einreiben, wenn Sie sie nicht benötigen. Das Öl schützt das Eisen vor Sauerstoff und verhindert damit die Rostbildung.

Mehr Pflege brauchen Eisenpfannen auch nicht.

Wie benutzt man Eisenpfannen?

Eisenpfannen werden wie jede andere Pfanne benutzt. Zum Braten gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Erhitzen Sie die Pfanne. Das Öl können Sie gleich mit in die Pfanne geben.
  2. Warten Sie bis Öl und Pfanne heiß genug sind. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten
    a) Spritzen Sie etwas Wasser mit den Fingerspitzen in die Pfanne. Zischt es sofort, ist die Pfanne heiß genug.
    b) Halten Sie einen Holzspatel in das Öl. Bilden sich Bläschen dort, wo der Spatel das Öl berührt, ist die Pfanne heiß genug.
    c) das Öl zieht Schlieren: wenn Sie das Öl in der Pfanne bewegen, schillert es und zieht Schlieren. Dann ist die Pfanne ebenfalls heiß genug.

Wofür sind Eisenpfannen geeignet?

Herdarten und Wärmequellen

Eisenpfannen eignen sich für jede Herdart. Da Eisen magnetisch ist, funktionieren die Pfannen auch wunderbar auf Induktion.

Auch auf Gas- und Elektroherden machen sie eine gute Figur.

Auch über dem Lagerfeuer, Holz- oder Gasgrill lassen sich Eisenpfannen wunderbar verwenden.

Speisen

Eisenpfannen eignen sich bis auf zwei Ausnahmen für alle Gerichte:

  1. Sehr filigrane Eierspeisen: dazu gehören z.B. Omelettes. Bei den niedrigen Temperaturen, die es für ein angebräuntes Omelette braucht, klebt das Ei in der Pfanne fest. Spiegeleier und Rührei sind aber kein Problem.
  2. Säurehaltige Saucen: bei längerem Kochen und einer dünnen Patina kann es zu einem Ablösen der Patina kommen. Tomatensauce oder Bolognese sollten Sie daher lieber in Edelstahl- oder Teflonpfannen zubereiten.

Eisenpfannen und Eisenmangel?

Eisenpfannen können Eisen in das Essen abgeben. Allerdings wirkt die Patina wie eine Schutzschicht zwischen dem blanken Eisen und den Speisen, wodurch mit dicker werdender Patina immer weniger Eisen an die Speisen abgegeben werden. Daher ist eine Eisenpfanne kein geeignetes Mittel, um Eisenmangel zu bekämpfen.

Welche Eisenpfannen sind gut?

Beim Kauf von Eisenpfannen sollten Sie auf ein paar Dinge achten:

1) Dicke der Pfanne: je dicker die Pfanne, desto gleichmäßiger erwärmt sie sich und desto weniger ist sie anfällig für eine Verformung.

2) Gut Griffbefestigung: schlecht angebrachte Griffe können mit der Zeit von der Pfanne abgehen. Vor allem bei billigen Pfannen sind die Griffe oft nur schlecht angeschweißt.

3) Höhe des Rands: je höher der Rand der Pfanne, desto schwerer wird sie. Eine gewisse Höhe sollte der Rand aber haben, damit beim Rühren nichts aus der Pfanne fällt.

Die von uns empfohlenen Pfannen erfüllen diese Kriterien.

Eisenpfanne: Rost

rost in der eisenpfanne

Solcher Rost in der Eisenpfanne lässt sich leicht entfernen.

Dass sich auf Eisenpfannen Rost bildet, kann immer mal wieder passieren. Das ist kein Grund zur Sorge, denn er lässt sich meist sehr leicht entfernen.

Leider geht an den Stellen, an denen sich Rost befindet, meist auch die Patina kaputt. Durch weiteres Benutzen baut sich diese aber wieder auf.

Zur Rostentfernung empfehlen wir Ihnen einfach mit einem rauen Schwamm (oder Stahlwolle) den Rost wegzureiben. Mehr braucht es normalerweise auch nicht.

Eisenpfannen-Hersteller, die wir empfehlen können

Turk: in Deutschland produzierte, robuste Eisenpfannen.

Gräwe: sehr ähnlich wie die Pfannen von Turk, auch sehr gute Qualität.

Skeppshult: in Schweden gefertigte, sehr hochwertige und schöne Gusseisenpfannen. Sehr teuer.

Lodge: Made in USA, sehr gute Qualität und viele Spezialformen. Hauptsächlich Gusseisenkochgeschirr, führt aber auch Kohlenstoffstahlpfannen.

Am meisten können wir aber natürlich die Pfannen empfehlen, die wir am Anfang dieser Seite getestet haben!